Neuland

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Schweiz 2013, 92 Min., Regie: Anna Thommen, Kamera: Gabriela Betschart, Schnitt: Andreas Arnheiter, Anna Thommen

Sie kommen aus Afghanistan, aus Serbien oder aus Venezuela, sie kamen mit einem Linienflug, oder einem Schlauchboot über das Mittelmeer, sie kamen mit den Eltern, mit Geschwistern und – gar nicht so selten – alleine. Jetzt sind sie in Basel, in der Schweiz, zusammen in einer Klasse, in der sie Deutsch (beziehungsweise – um der Integration willen: Schwyzerdütsch) lernen sollen. Herr Zingg wird in dieser „Integrationsklasse“ für zwei Jahre ihr Lehrer sein. Die Regisseurin Anna Thommen hat während dieser Zeit die Geflohenen bei ihrem Bemühen, Fuß zu fassen, porträtiert und dem Lehrer bei der Arbeit zugesehen. Idealistisch und pragmatisch, immer wieder bemüht, mal vorausschauend, mal hilflos, Umgang zu finden mit dem, was nicht vorm Schultor halt macht: Die Realitäten der Flucht und ihrer Gründe, die Narben, die sie hinterlassen, und nicht zuletzt, dass die großzügige liberale Rede davon, nach der jeder es schaffen kann, wenn sie sich nur mühen, der Realität gerade nicht entspricht.

□ Sa. 30.8. – 15:30 – Sputnik Kino
□ Mi. 3.9. – 20:00 – fsk Kino

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