Hashti Tehran


Iran 2016, Farsi OmeU, 59 Min.
Regie, Buch: Daniel Kötter
Kamera: Daniel Kötter
Schnitt: Daniel Kötter

In der traditionellen iranischen Architektur bezeichnet Hashti einen Ort des Übergangs, zwischen dem privaten Bereich des Hauses und dem, den man mit Gästen teilt. Daniel Kötter betrachtet in seiner filmischen Studie den Stadtrand von Tehran als solch eine Zone des Übergangs, zwischen der Urbanität der iranischen Republik und ihrem Umfeld, lenkt den Blick in vier räumlich wie sozial kontrastreiche Gegenden, wo er ihn als Grundform seiner Beobachtung zumeist in Schwenks kreisen läßt. In einer vielschichtigen Montage, die nüchterne Beobachtung mit aufgelesenen Dialogen und Interviewfragmenten kreuzt, verzeichnet er eine soziale Geographie, in der sich ein Gesellschaftsportrait erkennen läßt. Interessen, die HASHTI TEHRAN mit dem als Vorfilm gezeigten TURTLES ARE ALWAYS HOME von Rawane Nassif verbinden.

Turtles are always home – Sokun al Sulhufat

QT LB 2016 12 Min.,
R.: Rawane Nassif

Die Regisseurin streift durch ein so absurdes wie buntes neues Venedig in Katar, das nur von einigen Tauben besucht wird. Für Bewegung sorgen sonst nur Reflexionen im Wasser und Spiegelungen in den Fenstern der unfertigen Luxusshops. Wenn Städte Erinnerungen speichern können, kann es auch dieser Ort?

□ Do., 31.8., 20.00. Sputnik Kino
□ So., 3.9., 18.00 fsk Kino (mit Gast)

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[TRAILER] Daniel Kötter – HASHTI Tehran (2016, HD, 59′) from Daniel Kötter on Vimeo.